Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom (Albert Einstein)
Dieses Zitat kann Ihnen vielleicht helfen, falls einige der nun genannten Tipps Ihren "Glaubenssätzen" widersprechen oder Ihnen im täglichen Leben als zu unbequem erscheinen. Betrachten Sie es einfach aus der Sicht Ihres Kindes, wenn es 20 Jahre älter ist als heute, welche Folgen es für Ihr(e) Kind(er) haben kann, wenn Sie diese Tipps berücksichtigen.
Viel Bewegung in frischer Luft
Stark vereinfacht können wir heute sagen, dass zu wenig Bewegung an frischer Luft, meist gepaart mit zu viel Bildschirmkonsum, die Gehirnentwicklung „lähmt“. Chronischer Bewegungsmangel kann leicht zu "einseitiger Lustlosigkeit" Ihrer Kinder führen. Als Folge lassen sich Ihre Kinder schwer für "Neues" begeistern und physiologisch kann es dadurch sehr schwierig werden neuen Lernstoff zu verankern. Einige Neurowissenschafter meinen, je mehr Bewegungserfahrungen das Gehirn Ihres Kindes sammelt, umso reger wird es auch geistig und umso leichter lernt es auch Geographie, Geschichte, usw. Also gehen Sie so oft es geht, am Besten täglich, mit Ihren Kindern hinaus, machen Sie am Wochenende ausgedehnte Ausflüge in die freie Natur und sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind sich so oft es geht in einem Sportclub aktiv betätigt. Dort erwirbt es übrigens ganz nebenbei auch viele wichtige soziale Kompetenzen für den späteren Lebenserfolg, wie z.B. die Teamfähigkeit.
Ernährung, die der Gehirnentwicklung dienlich ist
Kohlehydrat-, Zucker- und Fett- „Bomben“ in fester, cremiger oder flüssiger Form, die viel zu oft auf unserem Speiseplan vorkommen, fördern unglücklicherweise nicht die komplexen Vorgänge der Gehirnentwicklung.
Hinzu kommt, dass Lust auf Gesundes leider auch nicht „von selbst“ kommt. Dabei reicht es, wenn Sie sich einmal im Quartal dazu, einen halben Tag lang, Gedanken machen, ein wenig im Internet recherchieren was wenig und was sehr hilfreich ist - und dann fest entschlossen wenig förderliche „Nahrungsmittel“ durch hoch wirksame „Lebensmittel“ ersetzen (die die Bezeichnung „Lebensmittel“ auch verdienen).
Vorsicht Bildschirm
Informieren Sie sich über den Einfluss von Bildschirm-Medien auf die Gehirnentwicklung Ihrer Kinder, indem Sie sich den Vortrag vom renommierten Gehirnforscher Manfred Spitzer ansehen, den Sie übrigens gratis im Internet auf video.google.com finden können, indem Sie „Manfred Spitzer Vorsicht Bildschirm“ als Suchkriterium eingeben.
Loben statt Nörgeln
Kinder brauchen Aufmerksamkeit. Die holen Sie sich auch! Wenn Sie also häufig an den Fehlern Ihrer Kinder herumnörgeln, dann fördern Sie ungewollt weitere „unerwünschte Aktionen“ Ihrer Kinder. Und wenn Sie an Ihren Kindern herumnörgeln, dann tun Sie es meist nur deshalb, weil auch Ihre Eltern das so bei Ihnen getan haben, das Verhaltensmuster haben Sie ungewollt über Ihre eigene Entwicklung „installiert“ bekommen. Wenn Ihnen das einmal klar geworden ist, können Sie sich bewusst gegen diese sinnwidrigen Verhaltensmuster entscheiden. Haben Ihre Eltern Sie oft gelobt, werden auch Sie Ihre Kinder öfters loben für „Dinge“, die sie gut gemacht haben. Die Wirkung ist fatal. Kinder, an denen oft herumgenörgelt wird, produzieren in Folge natürlich weitere „unerwünschte Aktionen“, wenn sie Aufmerksamkeit brauchen. Kinder die mehr gelobt werden, produzieren mehr „gewünschte Aktionen“, weil Sie eben unbewusst gelernt haben, dass Sie mehr Zuwendung bekommen, wenn Sie etwas „Gutes“ getan haben. Probieren Sie es einfach aus! Beginnen Sie damit, ganz genau darauf zu achten, was Ihre Kinder „gut gemacht“ haben und loben Sie sie dafür. Sie werden erstaunt sein, wie rasch sich Ihre Kinder über diesen einfachen psychologischen Reflex „verwandeln“. Sie werden auch feststellen können, dass die Wirkung bei Mädchen sehr viel rascher eintritt als bei Burschen, zumindest statistisch gesehen gibt es hier deutliche Unterschiede.
Zu Fragen ermuntern
Ein Sprichwort aus China sagt: „Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt ein Narr für immer.“
Je besser meine Fähigkeit entwickelt ist, Fragen zu stellen, umso leichter kann ich mir neuen Lernstoff aneignen. So lange es den Unterrichtsgegenstand „Fragetechnik“ in der Schule Ihrer Kinder noch nicht gibt, spielen Sie so oft wie möglich mit Ihren Kindern „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ oder „ich denk an eine berühmte Person, versuch sie zu erraten“ oder ähnliche Rate-Spiele, wo das Kind Fragen stellen muss, die Sie mit Ja oder Nein beantworten können. Besonders während langer Autofahrten können Sie so in der Gehirnentwicklung Ihrer Kinder ein wahres Neuronen-Feuerwerk entzünden, das Ihre Kinder befähigt in Zukunft Lernstoff so geschickt zu hinterfragen, dass er leichter „hängen bleibt“.
Selbst aktiv werden ... ein gutes Beispiel sein
„Kleine Affen machen den großen Affen alles nach“. Wenn Sie also möchten, dass Ihre Kinder begeistert lesen, dann lesen Sie genussvoll und lassen Sie sich so oft wie möglich von Ihren Kindern dabei „erwischen“. Wenn Sie möchten, dass Ihre Kinder spielerisch leicht neuen Lernstoff „aufsaugen“, dann besuchen Sie das Eltern Selbsthilfe-Seminar BRAINMANGEMENT – NIE MEHR NACHHILFE. Sie werden erstaunt sein, welche Wirkung es auf Sie und Ihre Kinder haben wird.
Zuhören statt belehren
Bis zur Pubertät suchen Kinder Grenzen, um ihr soziales Verhalten grob abzustecken. Bis dahin soll ein „Ja“ ein „Ja“ und ein „Nein“ konsequent ein „Nein“ bleiben. Ab der Pubertät ist es hilfreich den Kommunikationsstil den Kindern gegenüber zu verändern. Ab dann heißt es: zuhören und Fragen stellen!
Machen Sie nicht den Fehler, den viele Eltern von ihren eigenen Eltern ungeprüft übernommen haben und erklären dem Kind, was es machen soll, wenn es Ihnen von einem Problem erzählt hat. Führen Sie es konsequent über Fragen dorthin, selbst eine Lösung zu finden. Diese einfache Maßnahme kann Sie weitgehend von den kraftraubenden Auseinandersetzungen befreien, die sonst üblicherweise zwischen pubertierenden Jugendlichen und ihren Eltern ausgefochten werden. Darüber hinaus lernt ihr Kind, dass es selbst kompetent genug ist, anstehende Probleme eigenständig zu lösen. Einerseits ist das für ein harmonisches Familienklima unendlich wertvoll und andererseits entwickeln Sie so Ihr Kind hin zu einem „selbständigen Erwachsenen“, mit der Fähigkeit anstehende Probleme aus eigener Kraft zu lösen. Auch davon erfahren Sie mehr im Eltern Selbsthilfe-Seminar BRAINMANGEMENT – NIE MEHR NACHHILFE.